Test
Ernährung nach den Grundsätzen des Yoga und des Ayurveda: -gesund für Körper und Geist – verhindert und heilt Krankheiten – steigert Vitalität, Lebensenergie und Lebensfreude – jede Mahlzeit wird zu einer Sinnes-Meditation über Genuss und Dankbarkeit
Der ganzheitliche Anspruch des Yoga und des Ayurveda möchte erreichen, dass unsere LEBENS-mittel nicht nur unseren Körper, sondern auch unseren Geist stärken und unsere Emotionen ausgeglichen und friedvoll sein lassen. Krankheiten soll vorgebeugt werden – Vitalität, Lebensenergie, Lebensfreude sollen gesteigert werden. Dabei sollte ein LEBENS-mittel auch IMMER ein GENUSS-mittel sein. Unserer Nahrung mit allen Sinnen genießen, die Geschenke der Natur, aus der wir Lebensenergie (Prana) erhalten wieder entdecken, voller Freude und Dankbarkeit, so könnte jede unserer Mahlzeiten aussehen.
Die Hauptquellen aus denen wir Prana (Lebensenergie) beziehen sind immer Geschenke des Universums:
- Erde (Prithivi): die Nahrung, die wir zu uns nehmen
- Wasser (Apas): die Getränke, die wir zu uns nehmen
- Feuer (Tejas): Sonnenlicht
- Luft (Vayu): die Luft, die wir atmen
- Äther (Akasha): Kraft, die wir von anderen Menschen und von Kraftorten bekommen.
Wenn wir unser Prana-Level erhöhen wollen, das heißt, wenn wir Vitalität, Lebensenergie, Lebensfreude, unsere Sinne und unser Immunsystem stärken möchten, dann sollten wir diese Geschenke die uns das LEBEN zur Verfügung stellt sinnvoll nutzen. Wir sollten bei unserer Ernährung also beachten (= ACHTSAM sein) was wir zu uns nehmen, wie wir es zu uns nehmen und vor allem wie unser Körper die Nahrung verdauen kann, um den größten gesundheitlichen Nutzen aus unserer Ernährung zu ziehen. Durch gute Nahrung Prana aufnehmen – durch Vermeidung von schlechter Nahrung die Anreicherung von Ama (Schlacken, Gifte) im Körper verhindern – so dass unser Körper immer rein und voller Energie ist.
Grundsätze der yog. Ernährung
- lacto-vegetarische Ernährung
- 2 – 3 Mahlzeiten am Tag sind ausreichend
- Möglichst kein Alkohol, keine Zigaretten. Kaffee- und Teekonsums (schwarzer und grüner Tee) möglichst gering halten, r
- Jedes Nahrungsmittel sollte so unbehandelt wie möglich verwendet werde, keine Fertigprodukte, so wenig Zusätze wie möglich, frisch, regional, wenn möglich biologisch
- Nur essen, wenn man wirklich hungrig ist
- Den Magen nur 2/3 füllen, nie überessen
- Die Zusammensetzung der Mahlzeit einfach halten
- Während des Essens nicht trinken, vor der Mahlzeit viel reines Wasser trinken, dann bis ca. ½ Std. nach der Mahlzeit nicht mehr trinken
- Nachts oder spät abends nicht mehr essen
- Nicht zu heiß und nicht zu kalt essen
- Bewusstheit beim Kochen und Essen. Nicht nur was gegessen wird ist wichtig, auch wie der Körper die Nahrung verdauen kann und wie gegessen wird: Sei dankbar für die Speise – koche mit Liebe!
Yoga und Ayurveda unterteilen unsere Nahrungsmittel anhand ihrer Eigenschaften (Gunas) in drei Arten: Tamas (Trägheit), Rajas (Unruhe) und Sattva (Leichtigkeit).
- Tamasige Nahrung: enthält kein Prana und spendet keine Vitalkraft. Im Gegenteil – sie entzieht dem Körper Energie und macht den Verstand träge. Unreife, faule und verkochte, haltbar gemachte Lebensmittel wie Tiefkühlkost oder Fertiggerichte werden als tamasig bezeichnet. Alkohol, Tabak und Drogen gehören ebenfalls in diese Kategorie. Auch zu viel essen hat eine tamasige Wirkung. Die yogische Ernährung zählt zu der tamasigen Nahrung auch Fleisch und Fisch, da der Verzehr gegen das Prinzip von „Ahimsa“ verstößt. Ahimsa bedeutet so viel wie keinem fühlenden Wesen Gewalt an zu tun, egal auf welcher Ebene. Es besteht daher die Auffassung, wenn ein Tier für unseren GEnuss sterben muss, dann wirkt sich das schlecht auf den energetischen Gehalt unserer Nahrung aus, wir nehmen den Stress, die Angst und das Leid des Tiers mit der Nahrung auf. Tatsächlich wissen wir heute, dass Fleisch belastet ist mit Antibiotika Rückständen, Rückständen von Wachstums- und Stresshormonen. Studien belegen, dass Vegetarier weitaus seltener an Herz-Kreislauf Erkrankungen, Bluthochdruck, zu hohem Cholesterin, Übergewicht und sogar Krebs erkranken. Im Ayurveda wird Fleisch als Aufbaukost, gerade bei Schwäche oder nach Krankheiten gegeben. Dann sollte es aber aus einem biologischen und auf das Tierwohl bedachten Betrieb kommen.
- Rajasige Nahrung macht den Körper und den Geist unruhig, nervös und unkontrollierbar, sie wühlt emotional auf Kaffee, schwarzer Tee, zu scharf gewürztes Essen, raffinierter Zucker und weißes Mehl gehören dazu. Zu hastiges Essen und ungenügendes Kauen, das Essen in angespannter Atmosphäre, unter Zeitdruck, während des Fernsehens haben ebenfalls eine rajasige Wirkung auf uns.
- Sattvige Nahrung: Bringt dem Körper wertvolle Nährstoffe, gibt neue Energie und lässt den Geist klar und friedvoll werden. Alle Vollkorngetreide-Produkte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und deren Produkte wie Sojamilch und Tofu, Gemüse, Salate, Obst, Nüsse sowie Milch und Milchprodukte – gemeint ist Bio Rohmilch und -produkte gelten als sattvig. Zusammengefasst könnte man sagen: So frisch, so regional, so saisonal wie möglich, am besten biologisch und fair produziert. Das LEBENS -mittel in ruhiger, entspannter, dankbarer und liebevoller Atmosphäre zu genießen trägt wesentlich dazu bei die Ernährung sattvig zu gestalten.
Die 6 Geschmacksrichtungen(Rajas)
Sind in einer Mahlzeit alle 6 Geschmacksrichtungen vorhanden, so ist sie ausgeglichen
- Süß gibt dem Körper ein sinnliches Gefühl, stärkt (Kinder, Schwangere, ältere Menschen) – Milch, Getreide, Mandeln, Honig. Rosinen
- Sauer appetidanregend – Zitrusfrüchte,
- Salzig Verdauung anregend, aber auch Schleim bildend –
- Scharf fördert den Fettabbau – Chilli, Bockshornklee
- Bitter blutreinigend, hilft bei Fieber – Kurkuma, Safran
- Herb (astringierend) blutreinigend – Hülsenfrüchte
Im Ayurveda, wird der Mensch in 3 Konstitutionstypen eingeteilt. Das heißt, dass nicht jedes Lebensmittel für jeden gleich gut oder schlecht geeignet ist. Auch richten sich die Empfehlungen in der Ayurvedischen Ernährung nach der Jahreszeit, der Tageszeit und nach der körperlichen Verfassung des Einzelnen. Du kannst bei uns einen Test machen, um deinen ganz persönlichen Konstitutionstypen zu bestimmen und dich nach den speziell für deine Konstitution erstellten Regeln richten.